Aberglaube

Als Aberglaube werden von einer bestimmten kulturellen Grundüberzeugung abweichende Glaubenssätze, Annahmen und Verhaltensweisen bezeichnet. So definierte etwa das sich in Europa im Zuge der Zeit stärker ausbreitende und zuletzt mancherorts zur Staatsreligion sich etablierende Christentum frühere heidnische Bräuche als abergläubisch.

Beispielsweise bezeichnet man in diesem Kontext die Furcht vor Freitag, dem 13., oder vor einer schwarzen Katze als abergläubisch, da diese Verhaltensweisen Relikte einer früheren kultischen Verbindung im so genannten Heidentum darstellen, in der Zahlen und Tiere Symbolfunktion hatten.

So war der Freitag früher im Heidentum der Tag der Liebesgöttin Freya und ein Feiertag, jedoch im Christentum der Tag von der Kreuzigung Christus´ und ein Unglückstag, dazu galt die 13 als Zahl der Unvollkommenheit. Eine schwarze Katze wurde mit Hexen assoziiert, obwohl oder gerade weil die Katze in heidnischer Zeit das geschätzte Begleittier der weisen Frauen war. Solche alten Vorstellungen sind abergläubisch, da sie im Grund uraltes Brauchtum in entstellter Form widergeben.